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	<title>Openmedi &#187; Spiele</title>
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		<title>Diese alte Idee mit dem Budget</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 22:37:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kennt ihr das? Man gibt eigentlich immer viel zu viel Geld aus und wei&#223; gar nicht so richtig warum? Oder man wei&#223; warum, aber man wei&#223; nicht, warum man es nicht einfach l&#228;sst? Meine Vermutung ist, dass Geld in digitaler Form einfach zu wenig “Wert” hat und ich es deshalb viel zu leichtfertig ausgebe. Mit [...]
Keine verwandten Artikel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kennt ihr das? Man gibt eigentlich immer viel zu viel Geld aus und weiß gar nicht so richtig warum? Oder man weiß warum, aber man weiß nicht, warum man es nicht einfach lässt? Meine Vermutung ist, dass Geld in digitaler Form einfach zu wenig “Wert” hat und ich es deshalb viel zu leichtfertig ausgebe.</p>
<p>Mit Wert meine ich, ich weiß nicht was mein Geld macht, wie viel es ist und so weiter. Mein Geld hat keinen Informationswert mehr. Mein Geld ist mir fremd. Das ändere ich in dem ich mein Geld ab jetzt ganz klassisch budgetiere. Na ja, ganz klassisch ist übertrieben, aber ich habe mir ein kleines “System” ausgedacht, wie ich zukünftig mit dem Geld verfahren will.</p>
<p>Zuerst nutze ich <a href="http://www.youneedabudget.com/">YNAB</a> tagein tagaus um alle meine Ausgaben und meine kläglichen Einnahmen festzuhalten. Ich hatte mir das nicht gerade billige Programm nebst iPhone-App vor einer ganzen Weile mal zugelegt, aber ich habe mich in der Vergangenheit nie so wirklich damit anfreunden können. Ich gebe dem ganzen nun eine neue Chance. YNAB nimmt nicht nur Ausgaben auf, sondern hat einen ganz eigenen Ansatz. Wichtig ist es unter anderem jedem Euro “einen Job” zu geben.</p>
<p>Man budgetiert also sein Geld und zwar so, dass man, wenn man emsig spart, sich nach und nach ein finanzielles Polster von einem kompletten Monatsbudget aufbaut. Was danach übrig bleibt, wird dann wirklich gespart. Mit dem Extramonat an Geld lassen sich Durststrecken überbrücken und unvorhergesehene Probleme leichter überstehen. Eine ziemlich großartige Sache, dieses YNAB, aber alleine noch nicht so viel wert. Man vernachlässigt sein Budget dann nämlich doch irgendwann, so ein Monat ist lang und man hat wichtigeres zu tun als ständig irgendwelche Zahlen zu justieren. Man denke auch an den bösartigen “default state” in dem man einfach überhaupt nichts mehr denkt und der mit ein bisschen Pech über Tage bleiben kann. Was man braucht sind “commitment devices”, Verpflichtungswerkzeuge. <a class="simple-footnote" title="Was das ist, beschreibt Daniel Markovitz im Zusammenhang mit ToDo-Listen: To-Do Lists Don&#039;t Work (ein sehr aufschlussreicher Text)" id="return-note-3554-1" href="#note-3554-1"><sup>1</sup></a></p>
<p>Ein gutes Werkzeug sich zu verpflichten, dass man zukünftig besser auf sein Geld achtet, ist das tatsächliche Handhaben des eigenen Geldes. Mein Vater hat mir vor Ewigkeiten von dieser Sache erzählt: Das Briefumschlagsbudget. Dabei gibt man nicht nur in YNAB jedem Euro einen Job, sondern nimmt diesen Euro und packt ihn auch an einen Ort, wo all die anderen Euros sind, die nur für diesen zweck verwendet werden sollen. Die Folge: Wir müssen Geld aus unseren Umschlägen in unsere Brieftasche stecken, wir haben das Geld in der Hand und es wird nun nicht mehr einfach nur ausgegeben, sondern es verlässt förmlich den “Budgettopf” dem es zugerechnet wurde. Das ist psychologisch ein gewaltiger Unterschied!</p>
<p>Weiterhin habe ich automatische Abbuchungen von iTunes deaktiviert. Ich habe einen Umschlag in den jeden Monat eine Summe X für Musik (20 Euro) und einen anderen Umschlag in den monatlich eine Summe Y für Software, Apps und Spiele (30 Euro) wandert. Von diesem Geld kaufe ich dann iTunes-Gutscheine, App-Gutscheine, bezahle im Laden oder zahle des Geld wieder ein um mir Sachen im Netz leisten zu können. Ja, richtig gehört. Ich hebe Geld ab, um es später wieder einzuzahlen! Der Grund ist wie schon gesagt ein rein psychologischer: Ich sehe das Geld und wo es hingeht! <a class="simple-footnote" title="Au&szlig;erdem dauert es auch l&auml;nger, bis ich das Geld tats&auml;chlich ausgebe, auch ein guter psychologischer Trick. Am liebsten w&auml;re mir ja, wenn man sein Konto wie eine Filesystem mit Unterordnern verwenden k&ouml;nnte, aber das ist zumindest bei meiner Bank nicht m&ouml;glich. Mal ganz davon abgesehen, dass wir von Datenabgleichen in Echtzeit und dem Arbeiten mit Geld wie man es mit anderer Information/anderen Daten auch gewohnt ist noch meilenweit entfernt sind." id="return-note-3554-2" href="#note-3554-2"><sup>2</sup></a></p>
<p>Ich bin gespannt wie gut ich mit diesem neuen System zu recht kommen werde (und werde vielleicht berichten).</p>
<p>Bei experimentellen Gelddingen ist wohl ein kleiner Schlusssatz vonnöten: <em>Ich habe nicht sonderlich viel Geld. Es ist deshalb für mich auch nicht so schlimm einen Teil meines Geldes (der Großteil muss ja auf dem Konto für regelmäßige mehr oder weniger “fixe” Ausgaben [Handy, Internet + Telefon, Webhosting, …] eh verbleiben) zu Hause in Umschlägen zu lagern. Das was andere mal so eben für’s Wochenende abheben, ist mein “flüssiges” Monatsbudget. Was ich damit sagen will: Jeder macht alles mit seinem Geld natürlich auf seine eigenes Risiko. Ich habe beschrieben, wie ich es machen werde, nicht wie du es machen solltest.</em> <a class="simple-footnote" title="…und da wird sich wahrscheinlich im Laufe der Zeit auch noch so einiges &auml;ndern. Zum Beispiel habe ich noch ein ungenutztes kostenloses Konto bei einer anderen Bank. Vielleicht kommt da auch mein Budget f&uuml;r die oben beispielhaft aufgef&uuml;hrten digitalen G&uuml;ter drauf." id="return-note-3554-3" href="#note-3554-3"><sup>3</sup></a><em>  ;)</em></p>
<div class="simple-footnotes"><p class="notes">Notes:</p><ol><li id="note-3554-1">Was das ist, beschreibt Daniel Markovitz im Zusammenhang mit ToDo-Listen: <a href="http://blogs.hbr.org/cs/2012/01/to-do_lists_dont_work.html">To-Do Lists Don’t Work</a> (ein sehr aufschlussreicher Text) <a href="#return-note-3554-1">↩</a></li><li id="note-3554-2">Außerdem dauert es auch länger, bis ich das Geld tatsächlich ausgebe, auch ein guter psychologischer Trick. Am liebsten wäre mir ja, wenn man sein Konto wie eine Filesystem mit Unterordnern verwenden könnte, aber das ist zumindest bei meiner Bank nicht möglich. Mal ganz davon abgesehen, dass wir von Datenabgleichen in Echtzeit und dem Arbeiten mit Geld wie man es mit anderer Information/anderen Daten auch gewohnt ist noch meilenweit entfernt sind. <a href="#return-note-3554-2">↩</a></li><li id="note-3554-3">…und da wird sich wahrscheinlich im Laufe der Zeit auch noch so einiges ändern. Zum Beispiel habe ich noch ein ungenutztes kostenloses Konto bei einer anderen Bank. Vielleicht kommt da auch mein Budget für die oben beispielhaft aufgeführten digitalen Güter drauf. <a href="#return-note-3554-3">↩</a></li></ol></div><p>Keine verwandten Artikel.</p> <p><a href="http://www.openmedi.de/?flattrss_redirect&amp;id=3554&amp;md5=a43d41e52e1186641365d5fe58f18da2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.openmedi.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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